Bairische Madrigale vermischen Renaissance mit Mundart

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Eine außergewöhnliche Musikmischung, präsentiert in höchster Qualität, war am Freitagabend zu hören: Im Bürgersaal erklangen Bairische Madrigale. Die Sopranistin Katja Stuber, der Countertenor Franz Vitzthum und die Zitherspielerin Gertrud Wittkowsky verstehen es, die Musik der Renaissance und mit dem bairischen Dialekt in unnachahmlicher Weise zu kombinieren. Zum Beispiel bei dem Stück „Doud“, das Peter Wenk komponiert hat, der in der Region gewiss kein Unbekannter ist (Wörther Passion).

Das Madrigal ist im 16. und 17. Jahrhundert entstanden. Die Gesangsform war in Italien und England, aber auch in Frankreich oder Deutschland verbreitet. Vitzthum, Stuber und Wittkowsky nahmen die Zuhörer am Freitag mit auf eine musikalische Reise durch Europa. Das Trio zeichnet sich dadurch aus, dass es die Musikform des Madrigals erweitert und ihm neue Akzente verleiht. Das kam bei den Stücken in bairischem Dialekt zum Ausdruck, die den drei Künstlern auf den Leib komponiert sind.

Das Konzert im Bürgersaal war Teil des Donau-Wald-Kultursommers, der in Bernhardswald, in Wiesent und in Frauenzell seine Fortsetzung finden wird.

[Text und Bild: Simon Stadler, Donau-Post]

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